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- 1) 64 % waren mindestens fünf Tage weg – und das sagt mehr aus, als man denkt
- 2) Urlaub im eigenen Land: Bayern vorn, dahinter wird’s richtig interessant
- 3) Europa bleibt Lieblingsbühne: Spanien führt, Italien folgt, Skandinavien überrascht nicht
- 4) Fernreisen sind nicht weg – Asien bleibt für viele ein Wunschziel
- 5) Rekord bei Übernachtungen: Deutschland ist voll, aber nicht überall gleich
- 64 % der Menschen in Deutschland machten im letzten Jahr mindestens eine Reise von 5 Tagen oder länger.
- 36 % reisten innerhalb Deutschlands, mit Bayern als Spitzenreiter.
- In Europa liegt Spanien vorn, gefolgt von Italien, Türkei und Skandinavien.
- 16 % machten eine Fernreise, häufig in asiatische Staaten.
- Deutschland verzeichnete Rekordwerte bei Übernachtungen (Statistisches Bundesamt).
- Für 2026 gilt: Früh entscheiden, Daten smart wählen, nicht nur Hotspots anschauen.
Man könnte denken, dass Urlaub in Zeiten von Inflation und schlechter Nachrichtenlage automatisch nach hinten rutscht. Doch die Zahlen erzählen eine andere Geschichte: Viele lassen das Reisen nicht fallen, sie passen es eher an. Weniger Chaos, mehr Plan, lautet die stille Devise.
Genau das macht die aktuelle Lage spannend. Denn wenn Nachfrage hoch bleibt, wird es in beliebten Wochen schneller voll, Unterkünfte werden knapper, und spontane Schnäppchen werden seltener. Mit ein paar klaren Entscheidungen kannst du trotzdem entspannt reisen und dir Stress und Überzahlung sparen.
1) 64 % waren mindestens fünf Tage weg – und das sagt mehr aus, als man denkt
Laut einer repräsentativen Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen liegt der Anteil der Menschen, die im letzten Jahr mindestens einmal fünf Tage oder länger gereist sind, bei 64 %. Damit liegt der Wert auf einem der höchsten Niveaus seit vielen Jahren. Das ist kein Hinweis darauf, dass alle ständig unterwegs sind. Es zeigt eher: Reisen bleibt Priorität, selbst wenn sich Rahmenbedingungen verschlechtern.
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Was viele dabei unterschätzen: Hohe Nachfrage verändert das Verhalten am Markt. Wenn viele zur gleichen Zeit suchen, steigen die Preise schneller und gute Optionen verschwinden früher. Wer 2026 nicht “irgendwas nehmen” will, sollte sich mental darauf einstellen, dass frühere Entscheidungen oft die entspanntere Wahl sind.
2) Urlaub im eigenen Land: Bayern vorn, dahinter wird’s richtig interessant
Rund 36 % der Reisenden blieben in Deutschland. In der Liste der beliebtesten Bundesländer steht Bayern ganz oben, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Das wirkt logisch: Berge oder Küste, Seen oder Wälder, dazu eine Infrastruktur, die Kurztrips und Familienurlaub einfacher macht. Für viele zählt eben nicht nur das Ziel, sondern auch die leichte Anreise.
Wenn du 2026 im Inland planst, lohnt sich ein Perspektivwechsel. Nicht immer muss es der bekannteste Ort sein. Oft reicht ein Standortwechsel um 20 bis 40 Minuten, um aus einem teuren Hotspot eine entspannte Basis zu machen. Das ist eine der simpelsten Stellschrauben für mehr Ruhe und oft auch für bessere Verfügbarkeit.
3) Europa bleibt Lieblingsbühne: Spanien führt, Italien folgt, Skandinavien überrascht nicht
Bei europäischen Auslandsreisen liegt Spanien vorne. Dahinter folgen Italien, die Türkei und Skandinavien. Das spiegelt zwei sehr typische Motive: Entweder möchten viele Sonne und einfache Abläufe, oder sie suchen Natur und Luft, ohne gleich ans andere Ende der Welt zu fliegen. Italien bleibt dabei der Klassiker für alle, die Kultur, Essen und unterschiedliche Regionen kombinieren wollen.
Für die Praxis ist weniger entscheidend, wo du hinwillst, sondern wann. Zwei oder drei Tage Verschiebung können den Unterschied machen zwischen “alles voll” und “angenehm entspannt”. Wer flexibel ist, gewinnt besonders in Wochen, in denen gefühlt jeder gleichzeitig weg will. Das ist ein kleiner Hebel mit großer Wirkung.
| Reisetyp | Passende Richtung | Warum es oft klappt |
| Abschalten ohne viel Planungsaufwand | Spanien | große Auswahl, viele Verbindungen |
| Genuss, Städte, Kultur | Italien | Regionen gut kombinierbar |
| Klassische Ferienreise bei Wärme | Türkei | oft planbar, breite Hotelstruktur |
| Natur, Roadtrip, weniger Trubel | Skandinavien | viel Landschaft, anderes Tempo |
4) Fernreisen sind nicht weg – Asien bleibt für viele ein Wunschziel
Auch Fernreisen spielen weiterhin eine Rolle. 16 % machten eine Reise in weiter entfernte Länder, häufig in asiatische Staaten. Das bedeutet nicht automatisch, dass Fernreisen günstiger oder leichter geworden sind. Es zeigt nur: Für einen Teil der Menschen ist der Wunsch nach “weiter weg” weiterhin stark. Häufig wird dann bewusster geplant, mit weniger Stationen und mehr Zeit pro Ort. Weniger Hektik ist hier oft der Schlüssel.
Wenn du selbst in diese Richtung denkst, hilft ein einfacher Grundsatz: Baue Puffer ein. Eng getaktete Anschlusspläne wirken auf dem Papier effizient, kosten unterwegs aber schnell Nerven. Ein entspannter Trip entsteht selten aus maximaler Planung, sondern aus genug Luft für das, was unterwegs passiert.
5) Rekord bei Übernachtungen: Deutschland ist voll, aber nicht überall gleich
Neben der Umfrage zeigen Tourismuszahlen des Statistischen Bundesamts, dass der Deutschland-Tourismus auf sehr hohem Niveau liegt. Für 2024 wird ein Rekordwert bei den Übernachtungen genannt, und auch die Werte bis November lagen bereits auf Rekordkurs. Übersetzt heißt das: In vielen Regionen ist spürbar mehr Nachfrage, besonders rund um Ferienzeiten und lange Wochenenden. Gute Unterkünfte sind dann schneller weg.
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Damit du dich 2026 nicht unnötig ärgerst, helfen ein paar simple Hebel. Keine Tricks, eher gesunder Menschenverstand: früh schauen, nicht nur den Hauptort prüfen, und wenn möglich die Reisedaten leicht verschieben. Das bringt dir oft mehr Auswahl und ein deutlich besseres Gefühl bei Preis und Qualität.
5 schnelle Hebel für entspannteres Buchen
- Reisetage leicht verschieben, wenn es geht, schon 2 bis 3 Tage helfen
- Umgebung statt Hotspot prüfen, gleiche Landschaft, weniger Druck
- Für Kurztrips lieber 2 bis 3 Nächte statt 1 Nacht einplanen
- Früh entscheiden, sobald Ziel und Zeitraum ungefähr stehen
- Nicht jeden Tag vollpacken, gerade bei längeren Strecken

